Aktuelles

Unbehindert kreativ seinI

Fast seit den Anfangsjahren der „Kontaktgruppe für behinderte und nichtbehinderte Menschen Furth im Wald“ besteht enge Freundschaft zwischen den Aktiven des Further Kunst- und Kulturvereins FreiRaum und den Kreativen der Kontaktgruppe mit Wera Müller an der Spitze.

Diese Samstagvormittage in den hellen freundlichen Räumen hoch über Furth bedeuten den Teilnehmern viel mehr als dass es „nur ein Workshop“ wäre – es sind ungezwungene Begegnungen zwischen den Leuten von der Kontaktgruppe und den Bewohnern des Therapiezentrums. Auch die ungezwungenen Kontakte im kreativen Tun mit Kindern und Jugendlichen aus der Bevölkerung sind schön und wichtig. Das Beieinandersein, gemeinsames Schaffen lebensfroher Kunstwerke führt ganz selbstverständlich zum gegenseitigen Austausch über die Malleinwand hinweg. Das lockere Gespräch ist dann das Gebot der Stunde, etwaige Berührungsängste vergehen schnell, und so fühlen sich auch die „Patienten/Bewohner der Maxi“ gut aufgehoben in der gelösten Stimmung zwischen Kreativität und Willkommen-Gefühl.

Jedes Jahr trägt „die Maxi“ mit einem besonderen Projekt zum schöpferischen Programm dieses Tages bei, das über den Tag hinaus Bestand hat. Heuer waren es viele „Sonnen – natürlich in der hauseigenen Ergotherapie entstandene, reizende kleine Keramiksonnen“, die, während des Workshops selbst liebevoll bemalt, an Bändern um den Hals getragen werden können und deren Begleitzettel „Mit lieben Grüßen“ die Offenheit der Maxi betont.

Dass dies tatsächlich so gehandhabt wird und die Malergebnisse von natürlicher Ästhetik und Ausstrahlung zeugen, sind die Leute von „FreiRaum“ die Garanten. Die Bilder, die so entstehen „dürfen“, sind deshalb total authentisch, die Maler dürfen zu Recht stolz auf ihre Werke sein.

Damit auch das leibliche Wohl bei soviel kreativer Schaffenskraft nicht zu kurz kommt, ist das gemeinsame Mittagsmahl in der Maxi eine dankbar angenommene Abrundung. (cjr) (Chamer Zeitung vom 24. Juni 2015)